Kunststofftechnik

Was die Kunststofftechnik betrifft, so werden in Deutschland die verschiedenen Fertigungsverfahren entsprechend der DIN 8580 eingeteilt. Grob lassen sich die Urformverfahren, die Umformverfahren und die Fügeverfahren voneinander unterscheiden. Mit Hilfe spezieller Kunststofftechnik ist es möglich, Kunststoff zu Halbzeugen und Formteilen, Folien oder Fasern zu verarbeiten. Ihren Kunststoffrohstoff bezieht die Kunststofftechnik dabei von der chemischen Industrie – meist in Form von Platten oder Folien, Pulver oder Granulat. Bei den eben bereits genannten Urformverfahren geht es grundsätzlich darum, solche formlosen Stoffe in eine feste Form zu bringen, die auf unterschiedlichste Art und Weise ausgeprägt sein kann. Eines der bekanntesten und bedeutsamsten Urformverfahren ist in der Kunststofftechnik der Spritzguss von Thermoplasten. Oft wird dieses Verfahren auch mit den Begriffen „Spritzgießen“ oder „Kunststoffspritzguss“ beschrieben. Hierbei wird die zu formende Masse in eine Spritzgießmaschine gefüllt und erhitzt, so dass sie schmilzt. Eine Spritzeinheit spritzt den flüssigen Kunststoff danach in das Formwerkzeug aus Metall ein, in dem er in Form gebracht und schließlich abgekühlt wird. Am Ende des Prozesses öffnet sich das Werkzeug automatisch und wirft das erstarrte Formteil aus. Millionen von Teilen lassen sich auf diese Weise schnell und vollautomatisch fertigen. Sollen Thermoplasten nicht urgeformt, sondern lediglich neu geformt werden, greift die Kunststofftechnik auf Umformverfahren zurück. Hier wird der Kunststoff erwärmt und  Umformkräften ausgesetzt. Auch hier erfolgt nach Erreichen der gewünschten Form die Abkühlung des Kunststoffteils, um die Verformung dauerhaft zu fixieren. Gefügt werden Kunststoffe in der Regel, indem sie geschweißt oder geklebt werden. Das ist dann erforderlich, wenn es darauf ankommt, verschiedene Bauteile dauerhaft miteinander zu verbinden.

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